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Die Antikensammlung

Die Bestände der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums reichen von der bronzezeitlichen Keramik Zyperns aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. bis hin zu den mittelalterlichen Funden des 11. bis 13. Jahrhunderts n. Chr. Von größtem kunst- und kulturhistorischen Wert sind die einzigartigen Prunkkameen sowie die völkerwanderungszeitlichen und frühmittelalterlichen Schatzfunde.
Für die Geschichte der Sammlung ist wesentlich, dass auch sie aus ehemals habsburgischem Besitz hervorgegangen ist. Mindestens seit dem 16. Jahrhundert hat man am Wiener Hof Antiken gesammelt, und manche hervorragende Stücke wurden schon früh erworben: die kostbare Gemma Augustea unter Kaiser Rudolf II. (1552 – 1612), das Senatus Consultum de Bacchanalibus unter Kaiser Karl VI. (1685 – 1740).
Als Geburtsjahr der Antikensammlung muss das Jahr 1798 bezeichnet werden, in dem Franz de Paula Neumann zum Direktor des „k. k. Münz und Antikenkabinettes“ bestellt wurde. Aus der Schatzkammer sowie aus den Schlössern Schönbrunn und Belvedere wurden Antiken zusammengeführt, die bis dahin der Ausschmückung von Prunkräumen und Gärten gedient hatten. Entscheidend für die Erweiterung der Sammlung waren auch Ankäufe und Schenkungen aus Privatsammlungen. Die archäologischen Unternehmungen Österreichs im ostgriechischen Kulturbereich (Samothrake, Gölbaşı-Trysa, Ephesos) bewirkten eine wesentliche Erweiterung des Skulpturen- und Architekturbestands. 1880 wurden die Antiken der Ambraser Sammlung, 1923 wurden jene der Sammlung Este-Catajo inventarisch übernommen.
1891 übersiedelte die Antikensammlung in das neu eröffnete Kunsthistorische Museum. Nach einer Reihe von Provisorien konnte 1978 das Ephesos-Museum in der Neuen Burg eröffnet werden; die museale Präsentation der Reliefs des Heroons von Trysa bleibt hingegen weiterhin ein Desiderat.
Dringend notwendig gewordene Generalsanierungsarbeiten, insbesondere die durchgehende Elektrifizierung sämtlicher Ausstellungsräume, sowie die lange angestrebte Neuaufstellung nach einem neuen wissenschaftlichen Konzept machten eine längere Schließung der Antikensammlung erforderlich. Nach der Wiedereröffnung 2005 präsentiert sich die Sammlung nicht nur in neuem Licht, sondern auch erweitert auf neun Säle und sieben Kabinette (insgesamt 1.452 m2); die Zahl der ausgestellten Werke wurde gegenüber der alten Aufstellung um mehr als ein Drittel auf rund 2.300 Objekte erhöht.

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