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Sammlung alter Musikinstrumente

Die Sammlung alter Musikinstrumente kann auf eine Tradition zurückblicken, die mehr als vier Jahrhunderte umspannt. In der Spätrenaissance schuf Erzherzog Ferdinand (1529 – 1595) auf Schloss Ambras in Innsbruck eine Kunst- und Wunderkammer, die auch Musikinstrumente von singulärer Bedeutung enthielt. Der Schwerpunkt lag dabei auf wertvollen Musikinstrumenten aus kostbaren Materialien.
Als zweiter Kernbestand der Sammlung alter Musikinstrumente sind Objekte anzusehen, die auf die italienische Spätrenaissance und den Frühbarock zurückgehen. Dieser Bestand ist der Musikbegeisterung der Familie Obizzi zu verdanken, die im Schloss Catajo bei Padua ansässig war. Mit Pio Enea II. setzte kurz nach 1600 ein kultureller Aufschwung ein, der sich vor allem auf das Musik- und Theaterwesen auswirkte. So wurde auch der Bestand an Musikalien und Musikinstrumenten ausgebaut. Familiäre Umstände waren dafür verantwortlich, dass die Obizzische Sammlung 1870 nach Wien transferiert wurde.
Bedingt durch diese beiden Sammlungen ist das Instrumentarium der Spätrenaissance und des Barock exzeptionell repräsentiert. Abgesehen von der musikhistorischen Bedeutung sind diese Objekte Zeugen für die unübertroffene Handwerkskunst dieser Zeit.
Auch die Klangwelt der Komponisten der Wiener Klassik kann beinahe lückenlos nachvollzogen werden. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Instrumente, die sich im Besitz von österreichischen Musikern befunden haben. Abgesehen vom Erinnerungswert, der diesen Objekten anhaftet, sind sie zumeist auch als wichtige Klangdokumente anzusehen.
Dank einer gezielten und umsichtigen Sammlungspolitik konnte in der jüngeren Vergangenheit dieser Kernbestand schwerpunktartig auf das spätere Instrumentarium des österreichischen Raums erweitert werden.

Die hier präsentierte Objektauswahl bietet Einblick in den umfassenden Bestand dieser einzigartigen Sammlung.


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